Gemeindeleben - Lebendige Gemeinde

Kleiderbörse

Am 10. und 11. Oktober fand im Gemeindesaal die 1. Lohmener Kleiderbörse statt.

Nachdem an den Abenden zuvor viele Artikel von Jung und Alt gegen Tauschmarken abgegeben worden waren, ging es samstags dann munter beim Tausch los.

Ein großer Dank gilt hier Matti Müller, der einen wunderbar stabilen Kleiderständer gebaut hatte. So kamen alle angebotenen Kleider, Röcke, Blusen, Hemden, Hosen, Jacken und Mäntel sehr gut zur Geltung. Auf weiteren Tischen fanden sich Shirts und Pullover sowie Schals und Taschen.

Es wurde fleißig eingetauscht und viele Stücke konnten sich über neue Besitzer freuen. Oder eher wohl die neuen Besitzer über schöne Stücke .

Die restliche Kleidung wurden dann in der darauffolgenden Woche an die Kleiderkammer des DRK in Pirna sowie einer Privatperson, die Hilfspakete in die Ukraine sendet, übergeben. Hier wie da haben sich nun schon einige Menschen über die neue Kleidung sehr gefreut!

Bei der Tauschbörse gab es von vielen Teilnehmern positive Rückmeldungen und auch Hilfsangebote. Deshalb planen wir auch für nächstes Jahr wieder eine Kleiderbörse. Genauso wurde immer wieder nach einer Möglichkeit für Kinderkleidung gefragt – und auch da haben wir eine Idee…. Seien Sie gespannt auf 2021!

Katrin Kreuz, Josephine Strohbach,
Stefanie Schubert und Birgit Brücker


Augenblicke – Ohrenschmäuse – Seelenlabsal – Danke!



Gerade stellen wir uns darauf ein, Vieles wieder einzuschränken, weil die Zahl der Coronainfektionen steigt. Und doch konnten wir auch in diesem Jahr kostbare Momente erleben und genießen, weil Künstler gekommen sind, um uns auch unter den schwierigen Rahmenbedingungen in ihre Klangwelten zu entführen.

An zwei der Konzerte in der Erntedankzeit möchte ich noch einmal erinnern. Das eine war ein recht ungewöhnliches. Kein Orchester trat auf, herkömmliche Musikinstrumente waren die Ausnahme. Die zu Gehör gebrachten Töne waren der Natur mit Hilfe empfindlicher Mikrofone abgelauscht und teilweise erst durch technische Bearbeitung für unsere Ohren hörbar gemacht worden. Frösche, Vögel, Insekten wurden so zu Akteuren, sogar der Borkenkäfer kam zum Auftritt.

Die abgelauschten Klänge wurden kunstvoll „abgerufen“ und mit diversen Instrumenten in konzertante Stücke eingebunden. Dabei wurden einer kleinen Gitarre ebenso Töne entlockt wie einer großen Muschel oder mannigfaltigen Perkussionsgeräten. Die Naturgeräusche entstammen allen deutschen Nationalparks.

Das Konzert verstand sich als Einladung, sich „im Einklang mit der Natur“ den anderen Geschöpfen verbunden zu fühlen. So war es eine wertvolle Ergänzung für unseren Erntedank.

Das andere Konzert stand im Zusammenhang mit der Fotoausstellung „Böhmische Reisebilder“ in der Radfahrerkirche in Stadt Wehlen. Im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage waren drei junge Künstler aus Prag angereist, um Kammermusik zu präsentieren, die die Verbindung beider Kulturkreise verdeutlicht.

Der auch umständehalber kleine Rahmen tauchte den Kirchenraum in eine besondere Atmosphäre und ließ die Frische des Musizierens in eigener Weise lebendig werden. Das Konzert wurde so zu einem guten Abschluss der Stadt Wehlener Sommermusiken, die wir trotz allem auch in diesem Jahr erleben durften.


Der Gödingaltar


Kennen Sie diesen Altar? Er stand viele Jahre abgestellt und zugehangen in einer Loge in der Kirche in Lohmen. Wir haben ihn 2017 in das Amt für Denkmalspflege bringen lassen, bevor die Bauarbeiten in der Kirche begannen. Der stark beschädigte Flügelaltar sollte nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Nun steht er im Amt für Denkmalspflege und wartet auf Restaurierung.

Ein wertvolles Kunstdenkmal von Heinrich Göding d.Ä. (1531 – 1606)! Göding arbeitete als Hofmaler am kursächsischen Hof in Dresden. Er war hochbegabt und befreundet mit dem Sohn von Lukas Cranach. Gödings Werke haben eine hohe kulturgeschichtliche Bedeutung. In gestalterischer Einheit von Malerei und Architektur schuf er in Zusammenarbeit mit Hoftischler Georg Fleischer wichtige Werke der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Sachsen. Gödings Söhne Andreas und Heinrich d.J. wurden ebenfalls Maler und traten die Nachfolge des Vaters an.

Nicht nur in den staatlichen Kunstsammlungen Dresden und an der Johanneum-Fassade kann man seine Kunst betrachten. Im Erzgebirge auf Schloss Augustusburg sind von Göding gemalte Jagdszenen zu sehen. Heinrich Göding war seit 1575 im Pirnaer Kreis ansässig, und kaufte u.a. die Mügelner Mühle (heute „Drogenmühle“). Hier erwarb er auch das Recht auf Bierausschank. Im Landkreis Sächsische Schweiz sind von ihm folgende Werke erhalten: fünf Epitaphien in der Stadtkirche St. Marien Pirna; Flügelaltar und weitere Tafelbilder und Altararchitektur in der Zuschendorfer Kirche; Flügelaltarbild in Lohmen.

Der Kirchenvorstand hat beschlossen, diesen Altar restaurieren zu lassen und ihn auch wieder an seinem Ursprungsort sichtbar zu machen. Frau Wosnitza, die Restauratorin, hat ihn auf Stoff projiziert und nun hängt er in einer unserer Logen, vom Kirchenschiff her sichtbar. Freilich sind die Farben sehr verblichen, so dass die Konturen der Bilder nicht deutlich sind. Aber das soll sich ja ändern.

Die Restaurierung kostet rund 25.000,00 €. Ein Antrag auf Förderung ist bei der Denkmalspflege eingereicht. Aber wir müssen natürlich auch einen eigenen Beitrag leisten. Im Finanzierungsantrag stehen 5.000 € Spenden, und ich bitte sie sehr herzlich, uns da zu unterstützen.

Unser Konto:
LKG-Sachsen – KD-Bank
BIC: GENO DE D1 DKD
Kassenverwaltung Pirna
IBAN: DE33 3506 0190 1617 2090 19
Verwendungszweck: LO/2633 Gödingaltar

Brigitte Schleinitz