Gemeindeleben - Lebendige Gemeinde

Die Kirchgemeinde Lohmen sucht zum 1. November 2022
eine neue Pfarrerin/ einen neuen Pfarrer! Die Stellenauschreibung finden Sie hier:
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Das Sandkastenschiff kann wieder benutzt werden!





Lange war es abgedeckt. Das Holz hatte im Laufe der Jahre gelitten. Ein großes Dankeschön an Peter Deepe und Matthias Müller. Die beiden haben das Sandkastenschiff repariert und jetzt können die Kinder wieder im Sand graben und bauen!


Rückblick Gemeindefest mit Begrüßung des Gödingaltars

Viele Jahre stand der Altar aus der alten Kirche von Heinrich Göding dem Älteren auch etwas vergessen in einer der Logen in der Kirche in Lohmen. Mit Leinentüchern war er zugehängt, und alle wussten: Es ist ein alter, wertvoller Altar, dessen Restaurierung sich auf jeden Fall lohnt. Nun ist es endlich soweit! Die Restaurierung ist vollendet und jetzt hängt er mit fachgerechter Beleuchtung gut sichtbar in einer der Logen.

1575 wurde er vom sächsischen Hofmaler Heinrich Göding gemalt. Erstaunlich wie sich die Farben über die Jahrhunderte gehalten haben. Man braucht schon etwas Zeit, um sich mit so einem Kunstwerk intensiv auseinander zu setzen. Dabei gibt es viel zu entdecken!

Im Gottesdienst haben wir das versucht, schließlich war Herr Göding ja auch selbst zu erleben. Damit der Altar auch im Kirchenschiff präsent ist, stand im Altarraum ein Double.

Und wie schön, dass wir endlich wieder ungezwungen singen und musizieren können. So waren Flöten, Chor und Bläser zu hören.

Nach dem Gottesdienst ging es dann in den großen Pfarrgarten. Dort wartete das Essen und Trinken. Darum hatte sich in diesem Jahr u. a. der Umweltkreis gekümmert. So gab es leckere Suppen, Wildbratwürste und Kellerbier und Holunderlimonade von der Hofkultur. Für die Kinder gab es eine Geschichte, erzählt von Diethelm Beyrich, und außerdem viele Spielgelegenheiten. Auch das Sandkastenschiff wurde kräftig in Beschlag genommen!

An diesem sonnigen Sonntag spendete uns der große Nussbaum viel Schatten. Wir hatten Gelegenheit zum Miteinanderreden. Michael Schleinitz gab Einblicke zur Geschichte der alten Kirche, in der der Altar früher stand und zu Erkenntnissen rings um die Restaurierung. Am Schluss gab es noch eine kleine Abschlussandacht mit schöner Musik!

Mittlerweile gibt es die Festschrift „Nach 233 Jahren aus dem Schatten an das Licht – Der Göding – Altar in der Kirche zu Lohmen“. Für eine Spende von 3€ können Sie diese Festschrift gern in der Kirche oder im Pfarramt mitnehmen! Das Gesamtprojekt, Restaurierung, Aufhängung, Beleuchtung und Festschrift, hat circa 30 000€ gekostet. 3000€ fehlen uns noch! Wenn Sie uns helfen, diese zu finanzieren, sind wir Ihnen dankbar. Spenden können gern auf folgendes Konto überwiesen werden:

LKG Sachsen-KD-Bank:
BIC: GENO DE D1 DKD;
Kassenverwaltung Pirna
IBAN: DE33 3506 0190 1617 2090 19, Verwendungszweck:
LO/2633/Gödingaltar

Zum Schluss möchte ich ein großes Dankeschön sagen! Für den Gödingaltar haben schon viele gespendet. Ihnen allen gebührt ein besonderes Dankeschön! Freuen Sie sich mit uns, dass dieses Projekt gelungen ist!

Danken möchte ich auch allen, die geholfen haben, das Fest mit vorzubereiten und durchzuführen. Dank allen, die für Essen und Trinken gesorgt haben, Dank dem Küchenteam und denen, die Tische aufgestellt und wieder weggeräumt haben. Dank allen, die sich mit um die Kinder gekümmert haben. Danke für die schöne Musik!

Brigitte Schleinitz


Radausflug nach Děčín






Am letzten Sonntag im Juli starteten wir nach dem Gottesdienst in Stadt Wehlen bei bestem Sommerwetter Richtung Děčín. Einige Gäste hatten sich unserer Gruppe angeschlossen. So waren wir in fröhlicher Gemeinschaft unterwegs.

Erstes Ziel war das gastliche Fährhaus „Dolni Grund“ in Dolní Žleb, wo uns Speisen und – bei diesem Wetter besonders begehrt – auch Getränke erwarteten. Vor allem trafen wir dort eine kleine Gruppe aus der Gemeinde der Böhmischen Brüder aus Děčín. Dank sprachkundiger Teilnehmer auf beiden Seiten kam es nun zu einem regen Austausch.

Gemeinsam radelten wir weiter nach Děčín, erfuhren in der Kirche Interessantes über das Gemeindeleben dort und erfrischten uns im Kirchgärtlein noch einmal mit wohltuendem Wasser. Dann ging es elbabwärts zurück. Geschafft, aber dankbar für den schönen Tag mit den guten Eindrücken kamen wir am Abend wieder an. Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, dass es weitere Begegnungen dieser Art geben soll.


Tipps und Informationen des Umweltkreises der Philippuskirchgemeinde Lohmen

Alle reden von Nachhaltigkeit, was ist das eigentlich? Der Begriff wurde im 17. Jahrhundert von dem sächsischen Kammer- und Bergrat Hans Carl von Carlowitz (1645-1714) geprägt. Er forderte 1713 in seinem Werk "Sylvicultura oeconomica" von der Waldwirtschaft, dass nur so viele Bäume gefällt werden dürfen, wie im Wald in einer bestimmten Zeit nachwachsen können. Ein natürliches System soll also langfristig erhalten bleiben. Sustainability ist der „moderne“ Begriff und heute das Leitbild für politisches, wirtschaftliches und ökologisches Handeln. 1987 definierten die Vereinten Nationen, dass eine nachhaltige Entwicklung gewährleistet, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind als die gegenwärtig lebende.

Was kann ich nun persönlich in diesem Sinne tun, ohne Aufwand, in meinem Alltag? Hier mal einige Anregungen:

Müll wo immer es geht, vermeiden und den anfallenden konsequent trennen, damit Abfälle zu neuen Rohstoffen werden können
- saisonale Produkte aus der Region kaufen, damit Transporte erheblich verringern
- Lebensmittel im Müll vermeiden
bewusst einkaufen und Essensreste schmackhaft verwerten
- Lebensmittel aus biologisch kontrolliertem Anbau bevorzugen
- langlebige Artikel kaufen
- Mehrweg statt Einweg
- ökologische Getränke bevorzugen (z.B. Leitungswasser, regionale Obst und Gemüsesäfte)
- möglichst niedrige Waschtemperaturen bei Geschirrspüler und Waschmaschine einsetzen bei sparsamem Verbrauch von abbaubaren Reinigungsmitteln (nützt der Natur und unserer Haut)
- Produkte mit recycelten Anteilen bevorzugen (von Toilettenpapier bis Kleidung)
- kraftstoffsparend Auto fahren, auch mal zu Fuß gehen oder das Fahrrad nutzen
- möglichst abbaubare und aus natürlichen Rohstoffen hergestellte Haushaltchemie verwenden
- Kosmetikprodukte wählen, die ohne Tierversuche und synthetische Duft- und Konservierungsstoffe auskommen
- Augen auf beim Pflanzenkauf: Vielen Blumen wurden Staubgefäße und Fruchtblätter weg gezüchtet und sie so in ökologisch wertlosem Blickfang verwandelt. Schon in den Pflanzenmärkten ist zu sehen, welche Pflanzen von Insekten umschwärmt werden. Einfach auch eine solche Pflanze mitnehmen.

Wir können viel verändern, denn unser Konsumverhalten beeinflusst maßgeblich die Wirtschaft. Halten wir es mit einer afrikanischen Weisheit:

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern! (...und manchmal auch bewahren…)

Barbara Luger